by Sylvia Wüllner | März 18, 2019
„Allein gegen Hitler“ –Szenische Lesung zum 74. Todestag von Georg Elser
Dienstag, 9. April 2019, 19 Uhr, im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Dachau, Alte Römerstraße 75, 85221 Dachau
Am 8. November 1939 verübt Georg Elser im Bürgerbräukeller in München ein Attentat auf Adolf Hitler. Nach seiner Verhaftung gesteht er gegenüber der Gestapo die alleinige Durchführung des Anschlags. Seit Anfang 1945 ist Elser im KZ Dachau inhaftiert und wird am 9. April 1945 von der SS ermordet. Die wichtigste Quelle zu Georg Elser ist das Gestapo-Verhörprotokoll, obwohl es sich dabei nicht um eine exakte wörtliche Aufzeichnung seiner Aussagen handelt. In der szenischen Lesung wird entlang dieses Protokolls der Werdegang Georg Elsers bis hin zur Vorbereitung und Durchführung des Attentats sichtbar.
Die szenische Lesung, konzipiert von der Georg-Elser-Gedenkstätte Königsbronn, wird mit Liedern aus dem Widerstand und Eigenkompositionen des Ensembles „freywolf“ musikalisch gestaltet. Anlässlich des 80. Jahrestages des Attentats findet die szenische Lesung im Laufe des Jahres an weiteren für Georg Elsers Leben bedeutsamen Orten statt.
Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig. An diesem Abend steht der Personalparkplatz an der Verwaltung der Gedenkstätte zur Verfügung (Alte Römerstraße 75, vor dem zweiten ehemaligen Wachturm links).
Die szenische Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung von Comité International de Dachau, Dachauer Forum e. V., Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau, Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau e. V., Lagergemeinschaft Dachau, Kath. Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau, KZ-Gedenkstätte Dachau, Max Mannheimer Haus – Studienzentrum und Internationales Jugendgästehaus und Stadt Dachau.
by Sylvia Wüllner | März 18, 2019 | Berichte, Veranstaltungen
„Allein gegen Hitler“ –Szenische Lesung zum 74. Todestag von Georg Elser
Dienstag, 9. April 2019, 19 Uhr, im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte Dachau, Alte Römerstraße 75, 85221 Dachau
Am 8. November 1939 verübt Georg Elser im Bürgerbräukeller in München ein Attentat auf Adolf Hitler. Nach seiner Verhaftung gesteht er gegenüber der Gestapo die alleinige Durchführung des Anschlags. Seit Anfang 1945 ist Elser im KZ Dachau inhaftiert und wird am 9. April 1945 von der SS ermordet. Die wichtigste Quelle zu Georg Elser ist das Gestapo-Verhörprotokoll, obwohl es sich dabei nicht um eine exakte wörtliche Aufzeichnung seiner Aussagen handelt. In der szenischen Lesung wird entlang dieses Protokolls der Werdegang Georg Elsers bis hin zur Vorbereitung und Durchführung des Attentats sichtbar.
Die szenische Lesung, konzipiert von der Georg-Elser-Gedenkstätte Königsbronn, wird mit Liedern aus dem Widerstand und Eigenkompositionen des Ensembles „freywolf“ musikalisch gestaltet. Anlässlich des 80. Jahrestages des Attentats findet die szenische Lesung im Laufe des Jahres an weiteren für Georg Elsers Leben bedeutsamen Orten statt.
Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht notwendig. An diesem Abend steht der Personalparkplatz an der Verwaltung der Gedenkstätte zur Verfügung (Alte Römerstraße 75, vor dem zweiten ehemaligen Wachturm links).
Die szenische Lesung ist eine gemeinsame Veranstaltung von Comité International de Dachau, Dachauer Forum e. V., Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau, Förderverein für Internationale Jugendbegegnung und Gedenkstättenarbeit in Dachau e. V., Lagergemeinschaft Dachau, Kath. Seelsorge an der KZ-Gedenkstätte Dachau, KZ-Gedenkstätte Dachau, Max Mannheimer Haus – Studienzentrum und Internationales Jugendgästehaus und Stadt Dachau.
by Sylvia Wüllner | Feb. 28, 2019 | Berichte, Neuigkeiten
Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer nationalsozialistischer Gewalt nehmen als Orte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit einer verbrecherischen Vergangenheit eine wichtige Bildungsaufgabe für die Gegenwart wahr. Ihre Arbeit folgt der aus den Erfahrungen des Nationalsozialismus gewonnenen Verpflichtung unserer Verfassung: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“ (Art.1 GG).
Lernen aus der Geschichte der NS-Verbrechen heißt auch Warnzeichen rechtzeitig zu erkennen, wenn eine nachhaltige Schwächung unserer offenen Gesellschaft droht. Wir wissen aus der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, dass Demokratien mit Standards wie dem Grundgesetz, den europäisch und international verankerten Menschenrechten, Minderheitenschutz, Gleichheit aller Menschen vor dem Recht, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung mühsam erkämpft wurden und fortdauernd geschützt und ausgestaltet werden müssen.
Immer offener etablieren sich in der Gesellschaft Haltungen, Meinungen und Sprechgewohnheiten, die eine Abkehr von den grundlegenden Lehren aus der NS-Vergangenheit befürchten lassen. Wir stellen mit Sorge fest:
- ein Erstarken rechtspopulistischer und autoritär-nationalistischer Bewegungen und Parteien
- eine verbreitete Abwehr gegenüber Menschen in Not sowie die Infragestellung und Aufweichung des Rechts auf Asyl
- Angriffe auf Grund- und Menschenrechte
- die Zunahme von Rassismus, Antisemitismus und anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
- eine damit einhergehende Abwertung von Demokratie und Vielfalt
Hinzu kommt ein öffentlich artikulierter Geschichtsrevisionismus, der die Bedeutung des Erinnerns an die Verbrechen des Nationalsozialismus als grundlegende Orientierung der deutschen Gesellschaft in der Gegenwart angreift und durch ein nationalistisches Selbstbild ersetzen möchte.
Diesen aktuellen Entwicklungen treten wir mit unserer täglichen Arbeit in der historisch-politischen Bildung entgegen. Aber sie erfordern darüber hinaus politisches und bürgerschaftliches Handeln. Wir appellieren daher an die Akteure in Politik und Gesellschaft, das Wissen um die historischen Erfahrungen mit ausgrenzenden Gesellschaften wie dem Nationalsozialismus für die Gegenwart zu bewahren und sich für die Verteidigung der universellen Grund- und Menschenrechte einzusetzen.
Verabschiedet von der 7. Bundesweiten Gedenkstättenkonferenz am 13.12.2018
by TooV2372 | Jan. 23, 2019 | Berichte
“Wishing you a very happy holiday and a great New Year 2019. Cheers Bernie.” Dass dies die Worte sein würden, mit denen sich Bernard Marks von uns verabschiedet, ahnten wir nur wenige Tage vor seinem Tod am 28.12.2018 noch nicht. Gemeinsam mit ihm hatten wir gerade Pläne für seinen nächsten Besuch im Max Mannheimer Studienzentrum geschmiedet, umso mehr hat uns die Nachricht von seinem plötzlichen Ableben getroffen.

Bernard Marks in Häftlingskleidung mit seinem Vater Josef Makowski wenige Zeit nach der Befreiung aus der KZ-Haft
Bernard Marks war seit 10 Jahren regelmäßig Gast im Max Mannheimer Studienzentrum und hat als Zeitzeuge mit über 600 Jugendlichen Gespräche geführt und ihnen von seinem Verfolgungsschicksal in der NS-Zeit berichtet. 1932 als Ber Makowski in einer bürgerlichen Kaufmannsfamilie in Łódź geboren, musste er nach der Besetzung Polens durch die Deutschen gemeinsam mit seiner Familie ab 1940 im Ghetto Łódź (Litzmannstadt) leben. Seine vielen persönlichen Erinnerungen an diese Zeit spiegelten den harten Ghettoalltag aus der Sicht eines Kindes. Nach der Auflösung des Ghettos wurde die Familie 1944 nach Auschwitz deportiert, die Mutter Laja und der jüngere Bruder Abraham unmittelbar nach der Ankunft ermordet. „Mein Vater war mein Engel“, pflegte er zu sagen und bezog diese Aussage auf den Umstand, dass sein Vater Josef Makowski das Geburtsdatum seines Sohnes Ber um 5 Jahre vorverlegte und ihn damit vor dem unmittelbaren Tod rettete. Er galt als alt genug für den Arbeitseinsatz und wurde gemeinsam mit seinem Vater von Auschwitz nach Kaufering deportiert, wo er im Dachauer KZ-Außenlagerkomplex unter grausamsten Bedingungen für die deutsche Rüstungsindustrie arbeiten musste. Nach über 5 Jahren Kindheit in Gefangenschaft erlebte er – gerade 13 Jahre alt – die Befreiung durch amerikanische Truppen am 27. April 1945. Bis zu seiner Auswanderung im Jahr 1947 besuchte Bernard Marks, der in den USA seinen Namen geändert hatte, verschiedene Schulen in Landsberg, Feldafing und Freimann und hielt sich einige Zeit im von der UNRRA geführten DP-Kinderzentrum Prien am Chiemsee auf. In seinen Präsentationen, die er mit eindrücklichem Bild- und Videomaterial ergänzte, berichtete er nicht nur von historischen Ereignissen, sondern thematisierte auch den schwierigen Umgang mit der Vergangenheit, mahnte gegen das Vergessen und motivierte die junge Generation, sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit für ein friedliches und tolerantes Miteinander einzusetzen.

Bernard Marks vor seinem mit einer Lochkamera aufgenommenen Porträt im Max Mannheimer Haus 2015
In den USA studierte Bernard Marks Ingenieurswesen, arbeitete viele Jahre in der Raumfahrtentwicklung und machte sich dann selbständig im Bereich der nachhaltigen Energieentwicklung. Bis ins hohe Alter beriet er Unternehmen und Universitäten weltweit und bot seine Expertise an. Auch politisch war Bernard Marks bis zuletzt äußerst aktiv und nahm mutig öffentlich Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen in seiner heutigen Heimat Kalifornien. Sein besonderes Augenmerk galt den Anliegen von Minderheiten, für die er sich vor dem Hintergrund seiner persönlichen Verfolgungserfahrung besonders engagierte. Mit seinem Statement „History is not on your side!“ gegenüber Vertretern der US-Grenzschutzbehörden erlangte er im Internet einige Berühmtheit. Sein Beitrag wurde in den Sozialen Medien unzählige Male geteilt und durch die internationale Presse weit verbreitet.

Teamexkursion nach Kaufering mit Bernard Marks
Bernard Marks war ein geselliger und großherziger Mensch, der offen auf andere Menschen zuging und mit nahezu allen eine Ebene des Austauschs fand. Seiner Familie war er stets eng verbunden und pflegte viele Freundschaften weltweit. In Sacramento war er jahrzehntelang ein hochgeschätztes Mitglied in der Jüdischen Gemeinde B’nai Israel, partizipierte rege am Gemeindeleben und sang bis zuletzt im Gemeindechor.
Überdies hat Bernard Marks im Jahr 2008 in Erinnerung an seine verstorbene Ehefrau das „Eleonor J. Marks Holocaust Project“ initiiert, ein Aufsatzwettbewerb, bei dem Jugendliche aus verschiedenen Ländern dazu aufgefordert sind, Essay-Beiträge einzureichen, die sich mit Themen der nationalsozialistischen Judenverfolgung auseinandersetzen. Er koordinierte den Wettbewerb persönlich und setzte sich mit viel Engagement und eigenen finanziellen Mitteln für das Gelingen des Projekts ein.

Bernie Marks mit Nina Ritz 2016
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Max Mannheimer Studienzentrums war „Bernie“ nicht nur ein wertvoller Unterstützer unserer Arbeit, sondern auch ein guter Freund. Während seiner Besuche in Dachau haben wir auch viel Freizeit mit ihm verbracht. Aufgeschlossen und unternehmungslustig war er zu allem bereit: Abendessen, bei denen der Schabbat gefeiert wurde, Ausflüge ins Grüne mit Kaffee und Apfelstrudel, Besuche in Museen und Freizeitparks. Vielseitig interessiert, voller Energie, eigenwillig und mit einer guten Portion Humor ausgestattet, war Bernard Marks ein wunderbarer Gefährte, der eine schmerzliche Lücke hinterläßt.
by Sylvia Wüllner | Okt. 26, 2018
Geführter Rundgang durch die Ausstellung „Die Vergessenen – Opfer deutscher Besatzungsgewalt in Rostow am Don 1941-1943“ durch Dr. Jürgen Zarusky
Der Eintritt und die Teilnahme am Rundgang sind frei.
by Sylvia Wüllner | Okt. 26, 2018
„Der Überfall der deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 markierte den Beginn eines mit äußerster Brutalität geführten Vernichtungskrieges, dem auf sowjetischer Seite etwa 27 Millionen Menschen, darunter Millionen Zivilisten, zum Opfer fielen. Den Besatzungsalltag in den besetzten Gebieten prägten Hunger, Erschießungen und willkürliche Gewalt. Der Holocaust nahm hier Monate, bevor die Deportationen in die Todeslager erfolgten, seinen Anfang. Mehr als 3 Millionen sowjetische Kriegsgefangene starben im Verlauf des Krieges in deutscher Gefangenschaft.
Die Geschichte der am Rande des Kaukasus gelegenen Stadt Rostow am Don verdeutlicht die Dimension deutscher Vernichtungspolitik: Im August 1942 wurden hier nach Angaben sowjetischer Dokumente 15 000 bis 18 000 Juden ermordet. Rostow wurde damit zum größten Tatort des Holocaust im heutigen Russland. Mehrere tausend sowjetischer Kriegsgefangene wurden in Lagern der Stadt durch direkte Gewalt oder die Lebensbedingungen getötet. Die Patienten der städtischen Psychiatrie wurden in Gaswagen ermordet. Rund 50 000 Rostower wurden als Zwangsarbeiter nach Deutschland verschleppt.“
Die Ausstellung ist täglich von 10 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, außer am 21. Oktober
by Sylvia Wüllner | Okt. 26, 2018
„In ganz Deutschland wurden am 9. zum 10. November 1938 Synagogen zerstört und Juden aus ihren Häusern verschleppt, davon etwa 10.000 Männer ins KZ Dachau. Fünfzehn Bürgerinnen und Bürger Dachaus wurden wegen ihrer jüdischen Herkunft bereits am Tag zuvor aus der Stadt vertrieben. An die Verfolgten erinnert ein Gespräch mit Tim und Stephen Locke, Enkelsöhnen von Vera und Hans Neumeyer. Die Tanzlehrerin und der blinde Musiklehrer lebten mit ihren Kindern Ruth und Raimund in Dachau, in der heutigen Hermann-Stockmann-Straße 10. Im November 1938 gehörten sie zu den Vertriebenen. Im Mai 1939 konnten die Eltern noch Ruth (15) und Raimund (14) nach England in Sicherheit bringen. Vera und Hans Neumeyer wurden 1942 in Konzentrationslager verschleppt und ermordet.“
by Sylvia Wüllner | Okt. 2, 2018 | Berichte
Hallo wir sind Nicole und Fennet, die neuen Freiwilligen im Max Mannheimer Studienzentrum und werden bis August 2019 unser Freiwilliges Soziales Jahr Kultur hier leisten. Wir sind zwar erst seit drei Wochen dabei, aber in dieser Zeit ist schon sehr viel passiert und wir konnten viele neue Eindrücke sammeln und schon einen Teil des Teams kennenlernen. Unsere ersten Tage haben wir in den heiligen Hallen der Bibliothek des MMSZ verbracht und an dem Projekt Gedächtnisbuch gearbeitet. Schon bald ging es dann auf Exkursionen zur KZ-Gedenkstätte Dachau und zur Gedenkstätte ehemaliger „SS-Schießplatz Hebertshausen“. Wir durften außerdem schon bei unserer ersten Hospitation ein paar Teamer*innen über die Schulter schauen und freuen uns auf die vielen Studientage, den Ausbildungskurs zur Referent*in auf der Gedenkstätte und andere Erlebnisse, die noch vor uns liegen.
Viel Glück und vielen Dank für die nette Einführung an unsere Vorgängerinnen Nora und Swenja.
Bis dann! Nicole und Fennet
by Sylvia Wüllner | Sep. 14, 2018
„Dachauer Dialoge“ ist ein Film über die tiefe Freundschaft zwischen Schwester Elija Boßler aus dem Karmelitinnenkloster Heilig Blut Dachau und dem jüdischen Dachau-Überlebenden Max Mannheimer. Der Film (73 Minuten) dokumentiert ein Zwiegespräch des ungleichen Paares im Oktober 2015.
Das Filmgespräch wird am zweiten Todestag von Dr. h.c. Max Mannheimer (1920–2016) von Dachauer Einrichtungen und Vereinigungen veranstaltet, die über Jahrzehnte mit dem Zeitzeugen, Präsidenten der Lagergemeinschaft Dachau und Vizepräsidenten des Comité International de Dachau verbunden waren.
Sr. Elija Boßler OCD und der Regisseur Michael Bernstein stehen nach der Filmvorführung für Fragen des Publikums zur Verfügung.
Es wird beim Nachgespräch auch um die Frage gehen, wie die Erinnerung an den großen Menschenfreund, Kämpfer gegen Rechtsextremismus und Brückenbauer in Zukunft weitergetragen werden kann.
Das Filmgespräch findet am Sonntag, den 23. September 2018, um 11.30 Uhr, im Kino Cinema Dachau, Fraunhoferstraße 5, statt. Kartenreservierungen im Kino unter Tel. 08131/26699; Eintritt: 7,50 Euro.
by Sylvia Wüllner | Juli 9, 2018 | Internationale Jugendbegegnungen, Internationaler Austausch, Veranstaltungen
Dealing with difficult pasts
Kunst und Kultur als Beitrag zu Kooperation und Aussöhnung in Europa?
Kunst als Darstellung von Gewalt- und Kriegserfahrungen? Kunst als Möglichkeit der Selbstbehauptung? Kunst als Bewältigungsstrategie für traumatische Erfahrungen? Kunst als Dokumentation von Verbrechen? Kunst als propagandistische Inszenierung? Kunst in der Vermittlungsarbeit?…
Gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Frankreich, Bosnien und Herzegowina und Kroatien wollen wir uns diesen und weiteren Aspekten anhand der „schwierigen“ Geschichten der jeweiligen Länder widmen. In einer dreiteiligen Seminarreihe begegnen sich dafür MultiplikatorInnen, KünstlerInnen, MitarbeiterInnen von Museen oder Gedenkstätten und Lehrkräfte aller vier beteiligten Länder.
Beim ersten Treffen in Dachau vom 30. September bis 6. Oktober 2018 besichtigen wir unter anderem die KZ-Gedenkstätte Dachau, werden uns in München mit Kunst und Propaganda im Nationalsozialismus beschäftigen und erste Überlegungen anstellen, wie die Teilnehmenden die Begegnungen selbst künstlerisch begleiten wollen.
Die zweite Begegnung wird im Frühjahr 2019 in Rivesaltes/ Frankreich stattfinden und das dritte Treffen in Jasenovac/ Kroatien und Sarajevo/Bosnien und Herzegowina im Herbst 2019. Es wird eine Teilnahmegebühr von 90€ pro Treffen erhoben. Darin enthalten sind die Programm- und Aufenthaltskosten. Zuschüsse zu den Reisekosten werden nach den Regularien des Deutsch-Französischen Jugendwerkes erstattet (0,24€/km für die Distanz zum Seminarort).
Die Seminarsprache ist Englisch.
Du hast Interesse bekommen?
Noch mehr Infos und das Bewerbungsformular findest du unter:
https://mmsz-dachau.de/veranstaltungen/how-can-arts-and-culture-contribute-to-dealing-with-difficult-pasts-and-to-reconciliation-in-europe/
Wir freuen uns auf deine Bewerbung und eine spannende gemeinsame Zeit!
Für weitere Fragen bitte an Magdalena Geier wenden: geier@mmsz-dachau.de