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Neues Triptychon erinnert an Max Mannheimer 

by | Sep. 23, 2026 | Berichte, Neuigkeiten

Anlässlich des 10. Todestages von Max Mannheimer zieht ein neues künstlerisches Erinnerungszeichen in das Max Mannheimer Haus ein. Die Künstlerin Greta von Richthofen hat ein dreiteiliges Triptychon geschaffen, das sich mit der Lebensgeschichte und dem Vermächtnis des Holocaust-Überlebenden auseinandersetzt. 

„Die Arbeit an dem Triptychon war sehr emotional. Ich konnte Max Mannheimer selbst nie treffen, aber ich habe seine Familie und enge Vertraute kennengelernt. Beim Malen habe ich daran gedacht, wie er das Bild wohl finden würde und hoffe sehr, dass es ihm gefallen hätte. Er ist in leuchtenden Farben und in Bewegung in verschiedenen Abschnitten seines Lebens dargestellt. Die Portraits sind ernst, aber auch seine Offenheit und sein Humor sind darin zu erkennen. Mit dem Triptychon hoffe ich, Neugierde auf sein Leben zu wecken und zum Weiterdenken anzuregen.“ 

Die Wahl der Darstellung als Triptychon ist kein Zufall. Seine Autobiografie nannte Max Mannheimer „Drei Leben“ und ähnlich wie im Buch nimmt auch das Triptychon Bezug auf drei prägende Abschnitte seines Lebens: 

Geboren 1920 im mährischen Neutitschein (heute Nový Jičín), wuchs Max Mannheimer in einer jüdischen Kaufmannsfamilie auf, bevor die systematische Verfolgung durch das NS-Regime seine Heimat erreichte. 

1943 wurde er nach Auschwitz deportiert. Seine Eltern, drei seiner Geschwister und seine erste Ehefrau wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Er selbst überlebte den Terror unter anderem in den Konzentrations- und Vernichtungslagern Auschwitz, Warschau und Dachau. 

Nach der Befreiung 1945 und jahrelangem Schweigen entschied sich Max Mannheimer, seine Stimme zu erheben. Als einer der bedeutendsten Zeitzeugen berichtete er seit den 1980er Jahren in Schulen und Gedenkstätten unermüdlich von seinen Erlebnissen und kämpfte bis zu seinem Tod im Jahr 2016 für Demokratie und Menschlichkeit. 

Das Werk schlägt auch eine Brücke zu Max Mannheimer persönlich. Als Künstler malte er unter dem Namen ben jakov  – Sohn des Jakobs, in Erinnerung an seinen Vater, und verarbeitete darin seine Erinnerungen und Erfahrungen. Einige seiner Bilder sind in einer Ausstellung im Max Mannheimer Haus zu sehen.

Seine Geschichte und seine Botschaft sind heute aktueller denn je. Mit unserer Arbeit möchten wir dazu beitragen, dass sein Vermächtnis auch für künftige Generationen weiterwirkt.