In Kooperation mit dem Max Mannheimer Studienzentrum beschäftigte sich das P-Seminar Geschichte des Gymnasiums Ottobrunn im Schuljahr 2025/26 mit der Geschichte der Heeresmunitionsanstalt Hohenbrunn.
Die ab 1938 errichtete Munitionsanstalt befand sich nur wenige Kilometer vom Gymnasium entfernt. Auf dem rund 180 Hektar großen Gelände produzierten mehrere Tausend Menschen Munition für die Wehrmacht. Die Mehrheit der Beschäftigten waren Zwangsarbeiter:innen aus verschiedenen europäischen Ländern.
Mithilfe von Unterlagen aus den Arolsen Archives recherchierten die Schüler die Lebensgeschichten ehemaliger Zwangsarbeiter:innen sowie die Schicksale ihrer Familien.
Während zweier Studientage am Max Mannheimer Studienzentrum erhielten sie zunächst eine ausführliche Einführung in die Arbeit mit historischen Quellen. Darüber hinaus lernten sie die Grundlagen des Storytellings kennen und bekamen praktische Tipps zur Produktion kurzer, informativer Videoclips.
Im Anschluss entwickelten und produzierten die Jugendlichen ihre Beiträge eigenverantwortlich. Entstanden sind kurze Videos, die die Geschichte der Heeresmunitionsanstalt Hohenbrunn und die Schicksale der dort eingesetzten Zwangsarbeiter:innen sichtbar machen.
Die Ergebnisse des Projekts sind auf der Website www.muna-hohenbrunn.de zu sehen.
Es ist bereits das zweite P-Seminar Geschichte, dass gemeinsam mit dem Gymnasium Ottobrunn stattgefunden hat. Bereits im Schuljahr 2023/24 gab es eine Kooperation zum Thema „KZ-Außenlager Ottobrunn“, bei dem auch Kurzvideos zum Thema entstanden sind.