by Sylvia Wüllner | Juli 24, 2023 | Berichte, Neuigkeiten
Am vergangenen Dienstag (18.Juli) konnten wir im Rahmen des Sommer.dok 2023 unsere Ausstellung „Erinnerungsbilder_ Obrazy pamięci“ in den Fenstern des NS-Dokumentationszentrum München zeigen. Die Fotos und Cyanotopien entstanden im deutsch-polnischen Fotoseminar, das wir gemeinsam mit der MDSM / IJBS International Youth Meeting Centre in Oświęcim im April bei uns im Haus durchgeführt haben. Die Teilnehmer:innen Verena, Gregor, Kilian und Tobias haben sich stellvertretend zur Verfügung gestellt und interessierten Besucher:innen von dem Projekt und ihren Erfahrungen erzählt.
Informationen zur Ausstellung gibt es auf Instagram: Ausstellung Erinnerungsbilder_ obrazypamieci
by Sylvia Wüllner | Juli 6, 2023 | Berichte, Veranstaltungen
Das Thema des diesjährigen Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte lautet: Geschichtsrevisionismus und extreme Rechte in Deutschland.
Am 13. und 14. Oktober findet das Symposium unter der Projektleitung von Prof. Dr. Sybille Steinbacher statt. Die wissenschaftliche Leitung übernimmt Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie Professor für die Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Inhaltlich wird es um Formen, Diskurse und Strömungen in diesem Feld gehen, u.a. um Reichsbürger, Identitäre, völkische Siedler, Pandemieleugner u.a.
Weitere Informationen zum Ablauf und den Referent:innen des Symposiums folgen in Kürze.
by Sylvia Wüllner | Juli 6, 2023
Geschichtsrevisionismus und extreme Rechte in Deutschland
Die wissenschaftliche Leitung übernimmt in diesem Jahr Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie Professor für die Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Weitere Informationen folgen in Kürze.
by Sylvia Wüllner | Juli 6, 2023
Geschichtsrevisionismus und extreme Rechte in Deutschland
Die wissenschaftliche Leitung übernimmt in diesem Jahr Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora sowie Professor für die Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Weitere Informationen folgen in Kürze.
by Sylvia Wüllner | Juni 21, 2023 | Neuigkeiten
38 Geschichten über menschliche Stärke, den Überlebenswillen und Hoffnung hat der israelische Fotograf Erez Kaganovitz für die Ausstellung „Humans of the Holocaust“ eingefangen. Mit seinen Fotografien und begleitenden Texten erzählt er mit Sensibilität und Feingefühl von Holocaustüberlebenden sowie ihren Nachfahren und gibt einen tiefen Einblick in ihr Leben.
Seit dem 14. Juni 2023 ist die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Stiftung Jugendaustausch Bayern gezeigt wird, im Max Mannheimer Haus ausgestellt.
Die Ausstellung zielt insbesondere darauf ab, junge Menschen besser über den Holocaust zu informieren. „Das Projekt ‚Humans of the Holocaus‘ entstand, nachdem ich eine Studie der Jewish Claims Conference gelesen hatte. Daraus ging hervor, dass über zwei Drittel der Jugendlichen in den USA noch nie etwas von Auschwitz gehört hatten. Die Hälfte der Befragten konnte keinen einzigen Namen eines Konzentrationslagers oder Ghettos nennen. Diese Zahlen haben mich zutiefst erschreckt. Mir wurde klar, dass ich gegen diese Wissenslücken etwas unternehmen muss. Millennials und Jugendliche der Gen Z hegen große Neugierde für das Thema. Diese will ich mit der Ausstellung stillen. Daher versuche ich, Jugendliche über die Lehren des Holocaust zeitgemäß aufzuklären und zu informieren. Die gesammelten Portraits sind inspirierend, sehr persönlich und optimistisch. Sie werden auf unerwartete und bewegende Weise geschildert. Die Geschichten haben eine globale und universelle Botschaft. Man muss nicht jüdisch sein, um sich mit ihnen zu identifizieren“, erklärte Erez Kaganovitz bei der Ausstellungseröffnung.
2012 begann der israelische Künstler mit seinem Projekt „Humans of Tel Aviv“ – inspiriert von der Serie „Humans of New York“ des amerikanischen Fotografen Brandon Stanton. 2016 veröffentlichte er ein Foto, das die Unterarme der Enkel von Yosef Diamant zeigt. Diamant überlebte Auschwitz. Seine Familie ließ sich seine Häftlingsnummer auf ihre Arme tätowieren. Dazu bekam er so viele Fragen, dass er entschloss eine eigene Serie über Holocaust-Überlebende und deren Erinnerungen zu beginnen.
In einem Workshop mit dem Künstler hat das Team vom MMSZ Einblicke in die mögliche Einbindung der Portraits in die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen bekommen.
Bis Mitte August hängen die Bilder im Foyer des Max Mannheimer Hauses und sind frei zugänglich. Danach soll sie weiter auf Reise gehen und in allen sieben Regierungsbezirken Bayerns ausgestellt werden.
by Sylvia Wüllner | Juni 16, 2023 | Who Were the Victims of the National Socialists?
In dem Artikel berichtet Mirela Redžić über ihre Erfahrungen als Mitglied des Teams Dänemark.
Sie gibt Einblicke in das ortsbezogene Lernen aus ihrer Perspektive als Lehrerin und Vorschläge für die Planung eines eigenen mehrtägigen Bildungsprojekts für Kolleg:innen.
Hier gibt es den Artikel in voller Länge: Artikel
by Sylvia Wüllner | Juni 7, 2023 | Berichte
Am 7. und 8. Juli 2023 findet das zweite Barcamp zu Digitalisierung der Arbeit in Gedenkstätten in Dachau statt.
Hierzu möchten die KZ-Gedenkstätte Dachau und das Max Mannheimer Studienzentrum herzlich einladen!
In diesem Jahr möchten wir das Treffen unter das Motto „Netzwerk(en)“ stellen. Es soll es darum gehen, wie wir zusammen das Netzwerk gestalten und umsetzen können, so dass es zu einem Arbeitskreis für digitale Gedenkstättenarbeit werden kann, der für die sehr unterschiedlichen Gedenkorte und ihre Fragen und Projekte hilfreich ist. Aber nichtsdestotrotz stehen wieder die Ideen, Fragen und Themen im Mittelpunkt, die ihr mitbringt!
Weitere Infos zur Veranstaltung
by Sylvia Wüllner | Juni 7, 2023
In diesem Jahr möchten wir das Treffen unter das Motto „Netzwerk(en)“ stellen. Es soll es darum gehen, wie wir zusammen das Netzwerk gestalten und umsetzen können, so dass es zu einem Arbeitskreis für digitale Gedenkstättenarbeit werden kann, der für die sehr unterschiedlichen Gedenkorte und ihre Fragen und Projekte hilfreich ist. Aber nichtsdestotrotz stehen wieder die Ideen, Fragen und Themen im Mittelpunkt, die ihr mitbringt!
Ein Barcamp?
Dieses Format bietet es eine einfache und niedrigschwellige Möglichkeit, sich auf einer persönlichen Ebene kennenzulernen und schnell in einen Austausch auf Augenhöhe einzusteigen. Alle Teilnehmenden haben die Möglichkeit, über die Projekte, Fragen oder Ideen zu sprechen, die für sie aktuell und konkret im Vordergrund stehen. In jedem Zeitslot werden drei Gruppen von ca. 15 Personen parallel arbeiten können. Die Gestaltung der jeweils etwa 45 Minuten umfassenden Panels ist offen: von Brainstorming, Präsentation, Vorträgen, Tests und Evaluationen über Podiumsdiskussionen bis hin zu Video- oder Audiobeiträgen ist alles möglich. Nur das Thema steht fest: Digitalität, Digitalisierung, digitale Werkzeuge oder Methoden.
An wen richtet sich das Barcamp?
Das #rememBARCAMP 2023 wird für Menschen ausgerichtet, die in Gedenkstätten an der Digitalisierung mitwirken. Egal ob nun in Archiven oder Sammlungen, im kuratorischen Bereich, der Öffentlichkeitsarbeit oder den pädagogischen Abteilungen. Ziel ist eine engere Vernetzung im digitalen Bereich und langfristig die Bildung eines Kreises, der sich nicht nur für die nachhaltige Umsetzung, sondern auch für die wissenschaftliche Evaluierung von Digitalprojekten an Gedenkstätten stark machen kann.
Da es nur begrenzte Kapazitäten für die Übernachtung gibt, wird um eine rasche Anmeldung auf Eventbrite gebeten.
Anmeldung
by Sylvia Wüllner | Juni 7, 2023
Als Enkel eines Holocaust-Überlebenden rückt Erez Kaganovitz in seiner Ausstellung die Geschichten von Holocaust-Überlebenden, deren Kindern und Jüdinnen und Juden, die auch heute noch von Antisemitismus betroffen sind, in den Mittelpunkt. Das besondere an dieser Ausstellung ist die digitale Geschichtenerzählung. Mit viel Inspiration und Optimismus eröffnet die Ausstellung einen ganz neuen Blick auf die Erfahrungen der Holocaust-Überlebenden. Die individuellen Geschichten erzählen von Kraft des menschlichen Geistes, mit dem ein Mensch selbst unmenschlichsten Umständen widerstehen kann.
Die Ausstellung wird bis Ende Juli im Foyer des Max Mannheimer Hauses gezeigt.
by Sylvia Wüllner | Mai 26, 2023 | Berichte
Walter Joelsen ist im Alter von 96 Jahren am Montag verstorben.
Geboren am 15. Juni 1926 in München galt er im Dritten Reich aufgrund der NS-Rassegesetze als sogenannter Halbjude. Von seinen jüdischen Wurzeln wusste er bis zur Schulzeit nichts. Als er 12 Jahre alt ist, erfährt er in der Schule von seiner „nichtarischen“ Abstammung – seine Großeltern väterlicherseits waren jüdischer Herkunft. 1943 wird er vom Wittelsbacher Gymnasium ausgeschlossen. Er bekommt eine Beschäftigung als Hilfsjugendwart und Hilfskirchner in einer evangelischen Kirchengemeinde.
Ab Oktober 1944 muss er in verschiedenen Lagern Zwangsarbeit verrichten. Er wurde von München aus zunächst nach Bad Salzungen (bei Fulda) transportiert. Der 18jährige und seine Leidensgenossen mussten hier in einem Bergwerk einen unterirdischen Rüstungsbetrieb ausbauen. „Wir werden irrsinnig angetrieben“, schrieb er in einem Brief an seine Eltern. Danach wurde Walter Joelsen nach Abteroda (Außenlager des KZ Buchenwald) deportiert. Von Thüringen aus ging es nach Dankmarshausen (in der Nähe von Kassel). Nach der Befreiung an Ostern 1945 litt Walter Joelsen sehr an den Folgen seiner Haft, lange plagten ihn Selbstmordgedanken. Es dauerte einige Zeit, bis er wieder neuen Lebensmut fasste. Die positiven Erfahrungen mit der evangelischen Kirche veranlassten ihn, Theologie zu studieren. Er wurde Pfarrer, Religionslehrer und Redakteur einer evangelischen Fernsehgesellschaft.
In den 1990er Jahren wurde er gebeten, in Schulen mit den Jugendlichen zu sprechen. Seit diesem Zeitpunkt gab er ein bewegendes Zeugnis – seiner Kindheit und auch seines Lebens nach dem Krieg. Auch bei uns im Max Mannheimer Studienzentrum war Walter Joelsen einige Mal als Zeitzeuge zu Gast.
Wir trauern um seinen Tod und werden seine Erinnerung immer schätzen.