CALL FOR PARTICIPANTS – Summer school “Between Memory and Oblivion”

Documenta and its partners are looking for participants for the summer school “Between Memory and Oblivion”, which will take place in Croatia from the 24th to the 26th of June 2023.The summer school will deal with the topic of culture of memory and remembrance/forgetting practices in Croatia, through different methodological tools, including lectures, visits, taking part in commemorations, and workshops. On the second day of the activity, the participants will visit locations of the former Ustasha concentration camps from Gospić-Jadovno-Pag system where mostly people of Serb and Jewish ethnic descent were killed during the summer of 1941, and take part in the annual commemoration. Participants should be resident of the European Union member states, and be between 18 and 30 years old. To apply please complete this form: https://forms.gle/qhyDacf1EkhuYrNX6  until June 4th, 2023.For more information, check the infopack attached, or contact alice.straniero@documenta.hr. The project “Between memory and oblivion: WWII places of remembrance” is financed by the European Union through the programme CERV.

Infopack BMO Summer school

Das Toolkit aus dem Projekt „Who Were the Victims of the National Socialists?“ ist fertig!

Das Toolkit vom Projekt „Who Were the Victims of the National Socialists?“ ist fertig. Darin gibt es viele Infos und Tipps für die Umsetzung und Durchführungen von Projekten zum ortsbezogenen Lernen. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung von jedem Team, historische Informationsblätter und Lernressourcen sollen dabei unterstützen, gemeinsam mit jungen Menschen ein eigenes Placed based learning Projekt durchzuführen.

Hier geht es zum Download: Who-Were-the-Victims-Toolkit.pdf

Dieses Toolkit wurde im Rahmen von „Who Were the Victims of the National Socialists?“ entwickelt. Ein Projekt der Bildungsagenda NS Unjustice finanziert von der EVZ Foundation und koordiniert von EuroClio – European Association of History Educators und dem Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau.

 

Peer-to-Peer-Tutorials vom Projekt „Who were the Victims of the National Socialists?“

Die kurzen Videos sollen Schüler:innen dabei helfen, ihre eigenen lokalen Geschichtsprojekte durchzuführen und geben viele Tipps und Tricks für die verschiedenen Stadien der Projektlaufzeit. 
Die Tutorials wurden von Teilnehmenden aus den Teams Belgien, Bosnien und Herzegowina, Dänemark, der Slowakei und Spanien gemeinsam mit dem Videoproduzenten Aaron Peterer erstellt.
Neben den Peer-to-Peer-Tutorials gibt es auch ein Promotionsvideo über das Projekt mit Einblicken in die Projektlaufzeit und die einzelnen Teamprojekte. Who Were the Victims of the National Socialists? INTRODUCTION – YouTube

Ausstellungseröffnung „Bilder der Erinnerung“

Seit Freitag, den 21. April hängt im Foyer des Max Mannheimer Hauses die Ausstellung „Bilder der Erinnerung“. Gemeinsam mit der MDSM / IJBS International Youth Meeting Centre in Oświęcim fand in der letzten Woche ein deutsch-polnischer Jugendaustausch statt. 10 Schüler:innen vom Gymnasium Markt Indersdorf und 10 Schüler:innen aus zwei polnischen Schulen nahmen daran teil und verbrachten die Woche im Max Mannheimer Haus. Für die Bilder der Ausstellung haben die Jugendlichen ihre Eindrücke aus Besuchen der KZ-Gedenkstätte und der ehemaligen Plantage fotografisch festgehalten und anschließend aufgehangen. Ein Workshopangebot zum Thema Cyanotypie wurde von Ullrich Schmitt von der Akademie der Bildenden Künste München angeboten. Dabei durften die Teilnehmenden eigene Bilder nach dieser Methode kreieren.  Auch die Bilder wurden in die Ausstellung integriert.
Bis Ende Mai hängt die Ausstellung im Foyer und kann besichtigt werden.

Gefördert wurde die Jugendbegegnung vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk im Rahmen des Programms „Wege der Erinnerung“.

Gedenkveranstaltung für Karl Rom

Gedenkveranstaltung für Karl Rom

Am 28. Februar verstarb Karl Izchak Rom. Über viele Jahre war er in Dachau als Zeitzeuge zu Gast. Bei einem Gespräch mit der Familie und Weggefährten, sowie mit privaten Filmaufnahmen und Musik wollen wir an das Leben von Karl Rom erinnern. Er überlebte das Ghetto Kaunas, das KZ Stutthof, sowie die Außenlager des KZ Dachau Kaufering I und Kaufering II.

Veranstalter: Dachauer Forum – Kath. Erwachsenenbildung e.V.; Evang. Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau, Förderverein für Int. Jugendbegegnung und Gedenktstättenarbeit e.V.; Karmel Heilig Blut, Lagergemeinschaft Dachau; KZ-Gedenkstätte Dachau; Max Mannheimer Studienzentrum

Save the Date: Ausstellungseröffnung deutsch-polnische Jugendbegegnung

21. April | 17:30 Uhr im Max Mannheimer Haus

Im Rahmen eines Fotoseminars werden sich Teilnehmende aus Deutschland und Polen mit Dachau als Erinnerungsort auseinandersetzen: die KZ-Gedenkstätte als ein etablierter Ort der Erinnerung in der Auseinandersetzung mit NS-Verfolgungsgeschichte(n) – und dem „Kräutergarten“, einem ehemaligen Arbeitskommando des KZ Dachau und als Gedenkort kaum erschlossen. Die von den Jugendlichen erarbeiteten und fotografisch festgehaltenen Aspekte von Erinnerung und Gegenwart werden in einer Ausstellung gezeigt.

Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.

Nähere Informationen folgen in den nächsten Tage hier auf der Homepage und bei Facebook.
Gefördert wird das Projekt vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk im Rahmen des Programms „Wege der Erinnerung“.

Save the Date: Ausstellungseröffnung deutsch-polnische Jugendbegegnung

Im Rahmen eines Fotoseminars werden sich Teilnehmende aus Deutschland und Polen mit Dachau als Erinnerungsort auseinandersetzen: die KZ-Gedenkstätte als ein etablierter Ort der Erinnerung in der Auseinandersetzung mit NS-Verfolgungsgeschichte(n) – und dem „Kräutergarten“, einem ehemaligen Arbeitskommando des KZ Dachau und als Gedenkort kaum erschlossen. Die von den Jugendlichen erarbeiteten und fotografisch festgehaltenen Aspekte von Erinnerung und Gegenwart werden in einer Ausstellung gezeigt.
Interessierte sind dazu herzlich eingeladen.
Nähere Informationen finden Sie in den nächsten Tage auf unserer Homepage und bei Facebook.

Namen statt Nummern – Jahrespräsentation des Gedächtnisbuchs

Anlässlich des 90. Jahrestags der Errichtung des Konzentrationslagers Dachau lädt der Trägerkreis des Gedächtnisbuch-Projekts Dachau zur Vorstellung der neuen Gedächtnisblätter ein. Wie vor der Pandemie findet die Präsentation wieder in der Kirche des Karmel Dachau statt. Schüler:innen der Johann-Turmair-Realschule Abensberg und andere ehrenamtliche Mitwirkende stellen Lebensgeschichten polnischer und deutscher Häftlinge des KZ Dachau vor.
Um Anmeldung unter https://www.dachauer-forum.de/veranstaltung/namen-statt-nummern-2023/ wird gebeten.

Nachruf – Trauer um Karl Rom

Gestern haben wir erfahren, dass Karl Rom am 28. Februar im Alter von 97 Jahren verstorben ist.
Als Überlebender mehrerer Konzentrationslager, zu denen auch der Dachauer Außenlagerkomplex Kaufering zählte, berichtete er bis 2015 bei uns im Max Mannheimer Studienzentrum seine Geschichte vor Schulklassen. Darüber hinaus nahm als Ehrengast an der Internationalen Jugendbegegnung im Max Mannheimer Haus teil. Er wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben und unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Karl Rom wurde am 25. Februar 1926 in Kaunas/Litauen als drittes Kind einer nicht-orthodoxen jüdischen Familie geboren. Seine älteren Schwestern hießen Esther Deborah und Sarah. Die Eltern, Mones und Chassia, betrieben in Kaunas ein Restaurant.

Im Sommer 1941 besetzten die deutschen Truppen Kaunas. Der 15-Jährige und seine Familie wurden jäh aus dem Alltag gerissen.
Am 15. August 1941 musste die Familie Rom in das von den deutschen Besatzern errichtete Ghetto Kaunas ziehen. Die Familie Rom litt unter den katastrophalen Lebensbedingungen im Ghetto: kaum Essen, beengte Verhältnisse ohne Privatsphäre, Zwangsarbeit und die ständige Todesangst.

Im Herbst 1943, als das Ghetto in ein KZ umgewandelt wurde, kam Karl Rom mit seinen Eltern und seiner Schwester Sarah in das sogenannte Schanzenlager, wo sie für das „Heeresbekleidungsamt“ die Kleider der Ermordeten sortieren mussten. Seine Schwester Esther Deborah blieb im Ghetto bei Verwandten, Karl gelang es, sie noch einige Male dort zu besuchen – danach hat die Familie nichts mehr von ihr gehört.

Im Sommer 1944 wurde das KZ in Kaunas geräumt, die Familie Rom wurde nach Stutthof deportiert und dort getrennt: Die Mutter und die Schwester Sarah mussten in Stutthof und dessen Außenlagern bleiben. Karl Rom und sein Vater wurden nach Kaufering I, einem Dachauer Außenlager, gebracht. Dort erlebten sie mörderische Lebens- und Arbeitsbedingungen. Kurz vor Kriegsende kamen Karl Rom und sein Vater in das Lager Kaufering XI, von wo aus sie Ende April auf einen Todesmarsch Richtung Allach geschickt wurden. In Allach wurden sie am 30. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit.

Sofort nach der Befreiung suchte Karl Rom in München nach Mutter und Schwestern. Die Mutter und seine Schwester Sarah waren, wie er herausfand, im Januar 1945 von sowjetischen Truppen befreit worden. Kurz darauf wurden sie von sowjetischen Behörden zur Zwangsarbeit in Polen eingeteilt, bis sie nach Litauen repatriiert wurden.

Karl Rom arbeitete in der frühen Nachkriegszeit für die Bricha, eine jüdische Fluchthilfeorganisation, die jüdische Überlebende, die nach Israel auswandern wollten, aus der sowjetischen Zone in die westlichen Zonen brachte. In München lernte er seine spätere Frau Flora kennen und machte einen Abschluss als Hochfrequenztechniker. 1949 wanderten Karl und Flora Rom sowie Karls Vater nach Israel aus, auch in der Hoffnung von Israel aus bei den sowjetischen Behörden die Ausreise der Mutter aus Litauen erreichen zu können. Karl Roms Schwester Sarah war im Alter von 28 an den Spätfolgen der Misshandlungen in den Lagern gestorben. 1955, einen Monat, bevor es der Mutter von Karl Rom schließlich gelang, nach Israel zu kommen, starb sein Vater. 1956 kehrten Karl und Flora Rom mit ihrer 1950 geborenen Tochter nach Deutschland zurück und zogen schließlich nach München.

Diskriminierung verstehen: Antiziganismus in Geschichte und Gegenwart

Der Workshop ermöglicht eine Auseinandersetzung mit Verfolgungsgeschichten von Sinti und Roma, die im Konzentrationslager Dachau inhaftiert waren. Die Teilnehmenden können z. B. in einem Quiz über die Geschichte von Sinti:zze und Rom:nja lernen und auch eigene Vorurteilsstrukturen reflektieren. Auch nach 1945 sahen und sehen sich Sinti:zze und Rom:nja diskriminierenden Strukturen ausgesetzt, der Kampf um Anerkennung wird in biografischen Beispielen abgebildet.

Dauer: 3-4 Stunden
Geeignet für alle Altersgruppen