Einführung zu Klassismus (Workshop)

Leitung: Prof. Dr. Susanne Becker, IU Internationale Hochschule, München

Klassismus beschreibt Diskriminierung aufgrund der sozialen oder ökonomischen Position. Die stark ausgeprägte Abhängigkeit des Bildungserfolgs von der sozialen Herkunft der Eltern ist ein Beispiel für Klassismus. Häufig ist Klassismus mit anderen Diskriminierungsformen, wie etwa Rassismus, verschränkt. Daher wird unter anderem im Bildungskontext auf die Notwendigkeit (intersektionaler) antiklassistischer Arbeit hingewiesen. In diesem Kurzworkshop werden wir die Grundlagen zu Klassismus klären und Fragen beantworten wie „Was ist Klassismus? In welchen Formen tritt er auf? Wie kann ich ihn erkennen?“, um dann mit Hilfe von biografischen Übungen zu reflektieren, welche Verstrickungen mit Klassismus wir für uns selbst erkennen können. In einem letzten Schritt wollen wir den Raum öffnen, um erste Überlegungen anzustellen, wo und wie uns Klassismus in unserem Alltag begegnet und wie wir ihm entgegentreten können.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Vorurteilsfrei?

Wir alle haben Vorurteile.
Ohne einen Reflexionsprozess laufen wir als Pädagog*innen Gefahr, eigene Vorurteile in unserer Berufspraxis zu reproduzieren. Daher vermittelt diese Fortbildungsreihe in zwei Workshops Perspektiven und Methoden, um Stereotype zu reflektieren und dekonstruieren. Exemplarisch stehen hierbei rassismus- und klassismuskritische Ansätze im Vordergrund. Da die Referentinnen eine intersektionale Sichtweise anlegen, wird jedoch auch die Verschränkung mit weiteren gesellschaftlichen Strukturkategorien beleuchtet. Ziel der Workshops ist es, vorurteilsbewusstes pädagogisches Handeln einzuüben. In einer Lesung wird darüber hinaus, die Welt der „Incels“ beleuchtet, in deren Weltbild sich Misogynie, Rassismus und Antisemitismus verbindet. Auch der Attentäter von Halle verortete sich innerhalb dieser globalen Online-Community. Vor dem Hintergrund der menschenverachtenden Ideologie dieser Gruppe, verdeutlicht Veronika Kracher in ihrer Lesung die Notwendigkeit der Prävention im Rahmen einer gendersensiblen Pädagogik. Es kann sowohl an Einzelveranstaltungen als auch an der gesamten Reihe teilgenommen werden.

Auch in der Reihe:

23.06.2022, 18:30-20:00 | Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults
30.06.2022, 18:30-21:00 | Rassismuskritische Bildungsarbeit

Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults

Mit: Veronika Kracher, Autorin und Journalistin

Die Journalistin und Autorin Veronika Kracher stellt ihr Buch über die frauenhassende Online-Subkultur der Incels vor. Obwohl sie schon zahlreiche Gewalt- und Terrorakte begangen haben, wird das Phänomen der Incels gerade im deutschsprachigen Raum bisher nur sehr oberflächlich analysiert. Veronika Kracher füllt diese Lücke und beschreibt unter anderem, warum Incels Ausdruck einer Gesellschaft sind, in der die Abwertung des Weiblichen alltäglich ist.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Vorurteilsfrei?

Wir alle haben Vorurteile.
Ohne einen Reflexionsprozess laufen wir als Pädagog*innen Gefahr, eigene Vorurteile in unserer Berufspraxis zu reproduzieren. Daher vermittelt diese Fortbildungsreihe in zwei Workshops Perspektiven und Methoden, um Stereotype zu reflektieren und dekonstruieren. Exemplarisch stehen hierbei rassismus- und klassismuskritische Ansätze im Vordergrund. Da die Referentinnen eine intersektionale Sichtweise anlegen, wird jedoch auch die Verschränkung mit weiteren gesellschaftlichen Strukturkategorien beleuchtet. Ziel der Workshops ist es, vorurteilsbewusstes pädagogisches Handeln einzuüben. In einer Lesung wird darüber hinaus, die Welt der „Incels“ beleuchtet, in deren Weltbild sich Misogynie, Rassismus und Antisemitismus verbindet. Auch der Attentäter von Halle verortete sich innerhalb dieser globalen Online-Community. Vor dem Hintergrund der menschenverachtenden Ideologie dieser Gruppe, verdeutlicht Veronika Kracher in ihrer Lesung die Notwendigkeit der Prävention im Rahmen einer gendersensiblen Pädagogik. Es kann sowohl an Einzelveranstaltungen als auch an der gesamten Reihe teilgenommen werden.

Auch in der Reihe:

30.06.2022, 18:30-21:00 | Rassismuskritische Bildungsarbeit
06.07.2022, 18:30-21:00 | Einführung zu Klassismus

Rassismuskritische Bildungsarbeit (Workshop)

Leitung: Diana-Sandrine Kunis, Mitgründerin und Leitung SocialJustice Institut München

Bildung ist einer der wichtigsten Bereiche, um über Rassismus aufzuklären, zu sensibilisieren und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Gleichzeitig gibt es kaum einen Bereich, der so stark von Hierarchien, Machtasymmetrien und rassistischen wie diskriminierenden Praxen durchdrungen ist. Social Justice & Diversity ist ein diskriminierungskritisches Bildungs- und Trainingskonzept, dessen Ziel es ist, strukturelle Diskriminierung zu verstehen, Intersektionalität sichtbar zu machen und Handlungsoptionen gegen diese für die eigene Handlungs- und Arbeitspraxis zu entwickeln. Im Impulsworkshop lernen die Teilnehmenden, wie sie im Alltag durch die Berücksichtigung verschiedener Lebensrealitäten im Bildungsbereich inklusiver arbeiten können und Rassismus und Diskriminierungen wahrnehmen und verhindern.

Wir alle haben Vorurteile.
Ohne einen Reflexionsprozess laufen wir als Pädagog*innen Gefahr, eigene Vorurteile in unserer Berufspraxis zu reproduzieren. Daher vermittelt diese Fortbildungsreihe in zwei Workshops Perspektiven und Methoden, um Stereotype zu reflektieren und dekonstruieren. Exemplarisch stehen hierbei rassismus- und klassismuskritische Ansätze im Vordergrund. Da die Referentinnen eine intersektionale Sichtweise anlegen, wird jedoch auch die Verschränkung mit weiteren gesellschaftlichen Strukturkategorien beleuchtet. Ziel der Workshops ist es, vorurteilsbewusstes pädagogisches Handeln einzuüben. In einer Lesung wird darüber hinaus, die Welt der „Incels“ beleuchtet, in deren Weltbild sich Misogynie, Rassismus und Antisemitismus verbindet. Auch der Attentäter von Halle verortete sich innerhalb dieser globalen Online-Community. Vor dem Hintergrund der menschenverachtenden Ideologie dieser Gruppe, verdeutlicht Veronika Kracher in ihrer Lesung die Notwendigkeit der Prävention im Rahmen einer gendersensiblen Pädagogik. Es kann sowohl an Einzelveranstaltungen als auch an der gesamten Reihe teilgenommen werden.

Auch in der Reihe:

23.06.2022, 18:30-20:00 | Incels. Geschichte, Sprache und Ideologie eines Online-Kults
06.07.2022, 18:30-21:00 | Einführung zu Klassismus

Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine

Durch den aktuellen Krieg in der Ukraine sind viele Menschen in große Not geraten. Unter den Leidtragenden sind auch die Überlebenden nationalsozialistischer Verfolgung. Sie brauchen jetzt mehr denn je unsere Hilfe, damit lebenswichtige Grundlagen wie Wärme, Nahrung und medizinische Versorgung sichergestellt, aber auch Wiederaufbauarbeiten unterstützt werden können. Mit Hilfe von Spenden möchten wir eine koordinierte und unbürokratische Unterstützung von ehemaligen NS-Verfolgten, ihrer Angehörigen und den Partner*innen des Netzwerks realisieren.

Mit diesem Anliegen hat sich am 9. März 2022 ein Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine auf Initiative des Vereins KONTAKTE-KOHTAKTbI gegründet. Es besteht aus rund 30 Initiativen, Stiftungen, Erinnerungsorten und Gedenkstätten in Deutschland, die sich mit NS-Verbrechen beschäftigen und teilweise langjährige Kontakte zu Überlebenden der NS-Verfolgung, Fachkolleginnen und Kooperationspartner*innen vor Ort pflegen.

Helfen Sie mit Ihrer Spende den Überlebenden der NS-Verfolgung in der Ukraine!

Eine Internetseite, auf der fortlaufenden über den aktuellen Stand unserer Aktionen unterrichtet wird, findet Ihr hier: www.hilfsnetzwerk-nsverfolgte.de

Meeting Memories – Workshop in Ljubljana, Slowenien

Der internationale Workshop “Meeting Memories” bietet Raum für Teilnehmer:innen aus Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Deutschland, Italien, Serbien und Slowenien, um sich zu treffen und die Themen Erinnerungskultur, Gedenkpraktiken, Zeitgeschichte und verschiedene totalitäre Regime zu diskutieren.

Das letzte Seminar vor dem Projektabschluss findet in Ljubljana, Slowenien statt und richtet sich an Lehrkräfte und Multiplikator:innen in der Bildungsarbeit.
Wenn Ihr Interesse habt, meldet Euch jederzeit gerne bei uns! Wir freuen uns über Anmeldungen!

Hier gibt es nähere Informationen:MeMe – Seminar in Ljubljana INFOPACK

Zusammenarbeit erfolgreich weitergeführt

Im Januar 2022 war es wieder soweit: im Zuge der Beschäftigung mit der Minderheit der Sinti und Roma, die in ihrer Geschichte den Stereotypisierungen und Verfolgungen ausgesetzt war und oft auch noch ist und bis heute um Anerkennung kämpfen muss, unternahmen die Jugendlichen der Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt, eine Exkursion zum Max Mannheimer Studienzentrum und zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Gemeinsam mit den Lehrer:innen Bernhard Schütz und Kirsti Ohr setzen sich die Schüler:innen in mehrtägigen Seminaren mit Verfolgung, KZ-Haft und der Geschichte des Konzentrationslagers auseinander.
Mit im Gepäck Mikrofon und Kamera, um den Aufenthalt zu dokumentieren.

https://sinti-roma.recherche.video/477-2/

Die sehr gute Kooperation mit den Kolleg:innen an der Bertolt-Brecht-Schule und den Arolsen Archives ermöglicht einen Rahmen für eine intensive Auseinandersetzung und die inhaltliche Einbettung der Seminare in die längerfristige Projektarbeit.

Ergebnisse der aktuellen Projekte der Darmstädter Geschichtswerkstatt e.V. und der BrechtGeschichtswerkstatt finden Sie auf dieser Website:

https://diebrecht.eu/brecht-geschichtswerkstatt/

Neues Projekt: Who were the victims of the National Socialists?

Gemeinsam mit Euroclio –  European Association of History Educators wollen wir jungen Menschen ein tieferes Verständnis für die Wurzeln der Diskriminierung in der Gegenwart ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir in sechs Ländern lokale jugendgerechte Geschichtsprojekte zur Schlüsselfrage „Wer waren die Opfer der Nationalsozialisten?“ konzipieren, entwickeln und erproben.

Das Projekt wird im Rahmen der Bildungsagenda NS-Unrecht gefördert, einer Initiative des Bundesministeriums der Finanzen (BNF) und der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), die als Reaktion auf die besorgniserregende Zunahme von Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und LGBTIQ-Feindlichkeit ins Leben gerufen wurde.

Nähere Informationen gibt es auf der Homepage von EuroClio unter: Who were the victims of the National Socialists?

Das Zelig – Dokumentarfilm von Tanja Cummings

Im Café Zelig treffen sich jede Woche letzte aus allen Teilen Europas stammende und meist hochbetagte Holocaust-Überlebende aus dem Münchener Raum. Viele tragen eine traurige, dramatisch Familiengeschichte in sich. Doch das Café Zelig ist kein bedrückender Ort, er ist lebendig und nicht selten von Fröhlichkeit geprägt. Einige von ihnen werden in ihrem privaten Umfeld besucht und au eine Reise in die Vergangenheit begleitet. Es ist eine Reise voll schmerzhafter, von Verlust und Gewalt gezeichneter Erinnerungen. „Das Zelig“ ist kein „schwerer Film, dafür sorgen die porträtierten mit ihrer Lebenskraft, ihrem Humor und ihrer Schlagfertigkeit.

Meeting Memories – Seminar für Lehrkräfte und Multiplikator:innen

Das Projekt Meeting Memories geht leider bereits in großen Schritten dem Ende entgegen…
Das letzte Seminar vor dem Projektabschluss findet in Ljubljana, Slowenien statt und richtet sich an Lehrkräfte und Multiplikator:innen in der Bildungsarbeit.

Wenn Ihr Interesse habt, meldet Euch jederzeit gerne bei uns! Wir freuen uns über Anmeldungen!

Alle wichtigen Infos mit Programm, etc. findet Ihr in diesem Dokument: MeMe – Infopack Ljubljana