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Dachauer Symposium: Künstlerische Erinnerungszeichen in KZ-Gedenkstätten von 1945 bis heute

17. Oktober | 8:30 - 12:30

Seit ihrer Befreiung 1945 wurden in zahlreichen ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern künstlerisch gestaltete Erinnerungszeichen geschaffen. Ehemalige Häftlinge waren die ersten, die Sammlungen von in den Lagern entstandenen künstlerischen Artefakten angelegten und provisorische Denkmale errichteten, noch bevor die ersten Gedenkstätten entstanden. Stand am Beginn die Notwendigkeit, das Totengedenken durch eine würdige Gestaltung der Massengräber und die Schaffung von (jüdischen und christlichen) Grabdenkmalen zu ermöglichen, so stellte sich bald auch die Frage nach Formen und Sinngebung von an die Lebenden gerichteten Denkmalen. Heute existiert auf den ehemaligen Lagergeländen bzw. in den Gedenkstätten eine große Anzahl von skulpuralen bzw. architektonischen, teils monumentalen Erinnerungszeichen. Neben Denkmalen im engeren Sinne gehören dazu auch zahlreiche Kunstwerke und Installationen im Innenraum, persönliche Gedenktafeln, ephemere Interventionen wie künstlerische Workshops etc. In vielen Fällen war ihre Entstehung von heftigen Kontroversen über ästhetische und politische Fragen begleitet. Das Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte hält mit Beiträgen aus Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Gedenkstättenpädagogik kritische Rückschau auf die 80-jährige Geschichte der Setzung von und des Umgangs mit künstlerisch gestalteten Erinnerungszeichen in KZ-Gedenkstätten.

Samstag, 17. Oktober 2026

8:30 Uhr           Häftlings-Ikonografien
Mareike Otters (Sachsenhausen): Antifaschistische Helden in Glas, Stein und Bronze. Visuelle Politiken zum KZ-Häftling in den Kunstwerken der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen
Ella Falldorf (Jena)/Kobi Kabalek (Pennsylvania): Haut und Knochen: Zur visuellen Repräsentation von Häftlings-Körpern in KZ-Gedenkstätten

10:00 Uhr        Kaffeepause

10:15 Uhr        Aktuelle Herausforderungen
Alexandra Köhring/Franciska Thiele (Neuengamme): Beyond Borders? Künstlerische Gedenkzeichen und transnationales Gedenken in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Dirk Riedel (Dachau): Das „Internationale Mahnmal“ in der KZ-Gedenk­stätte Dachau. Rezeptionsgeschichte und Umgang mit dem Erinnerungs­zeichen
Christian Fuhrmeister (München): Probleme des Kuratierens von Erinnerungszeichen am Beispiel Dachau

12:30 Uhr        Tagungsende mit dem Mittagessen

Details

  • Datum: 17. Oktober
  • Zeit:
    8:30 - 12:30

Veranstaltungsort