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Dachauer Symposium: Künstlerische Erinnerungszeichen in KZ-Gedenkstätten von 1945 bis heute

16. Oktober | 13:00 - 18:30

Seit ihrer Befreiung 1945 wurden in zahlreichen ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern künstlerisch gestaltete Erinnerungszeichen geschaffen. Ehemalige Häftlinge waren die ersten, die Sammlungen von in den Lagern entstandenen künstlerischen Artefakten angelegten und provisorische Denkmale errichteten, noch bevor die ersten Gedenkstätten entstanden. Stand am Beginn die Notwendigkeit, das Totengedenken durch eine würdige Gestaltung der Massengräber und die Schaffung von (jüdischen und christlichen) Grabdenkmalen zu ermöglichen, so stellte sich bald auch die Frage nach Formen und Sinngebung von an die Lebenden gerichteten Denkmalen. Heute existiert auf den ehemaligen Lagergeländen bzw. in den Gedenkstätten eine große Anzahl von skulpuralen bzw. architektonischen, teils monumentalen Erinnerungszeichen. Neben Denkmalen im engeren Sinne gehören dazu auch zahlreiche Kunstwerke und Installationen im Innenraum, persönliche Gedenktafeln, ephemere Interventionen wie künstlerische Workshops etc. In vielen Fällen war ihre Entstehung von heftigen Kontroversen über ästhetische und politische Fragen begleitet. Das Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte hält mit Beiträgen aus Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft, Geschichtswissenschaft und Gedenkstättenpädagogik kritische Rückschau auf die 80-jährige Geschichte der Setzung von und des Umgangs mit künstlerisch gestalteten Erinnerungszeichen in KZ-Gedenkstätten.

 

Freitag, 16. Oktober 2026

13:00 Uhr         Begrüßung

Florian Hartmann, Oberbürgermeister der Stadt Dachau
Felizitas Raith, Leiterin des Max Mannheimer Studienzentrums, Dachau
Sybille Steinbacher, Projektleiterin der Dachauer Symposien zur Zeitgeschichte

13:15 Uhr        Einführung
Verena Krieger (Jena): Künstlerische Erinnerungszeichen in KZ-Gedenk­stätten – ästhetisch-politische Problemstellungen und Konfliktlinien

13:45  Uhr       Im Kalten Krieg
Sarah Grandke (Heidelberg): Vom heute vergessenen Kalten Krieg in Flossenbürg: Die nationalen Buntglasfenster in der Kapelle „Jesus im Kerker“ (1947–1955)
Daniel Schuch (Jena): Verteidigung der Schlichtheit: Ein verhindertes Denkmal in Bergen-Belsen und die Gestaltung des Gedenkorts im Kalten Krieg
Ulrike Löffler (Dresden): Gedenken und Streiten. Erinnerungszeichen und Denkmalsdebatten in der bundesdeutschen Gedenkstättenarbeit der 1980er Jahre

16:00 Uhr        Kaffeepause

16:15 Uhr        Transformationen vor/nach 1990
Lea Furbach (Kassel): Zwischen Tatort, Staatsnarrativ und dem Danach: Die Gedenkstätte von Jasenovac als Grenzobjekt der Erinnerung
Aliena Stürzer (Ravensbrück): Verdichtete Erinnerung. Kunst, Nation und Geschlecht in den Ländergedenkräumen im ehemaligen Zellenbau Ravensbrück (1959 – 1984 – heute)
Victoria Witt (Köln): Monumentalisierte Leerstelle. Zur Ästhetik des Gedenkens in der Risiera di San Sabba

18:30 Uhr        Abendessen

 

 

Details

  • Datum: 16. Oktober
  • Zeit:
    13:00 - 18:30

Veranstaltungsort